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Briefe an Max - Ausgabe #11

Briefe an Max - Ausgabe #11
Von Marcel Schneuer • Ausgabe #11 • Im Browser ansehen
Buona giornata Max!
Endlich habe ich die letzte Hausarbeit hinter mir und jetzt endlich frei! Du weißt, was das heißt! Richtig, Steuerklärung, Frühjahrsputz und Jobsuche!
Heute geht es sehr viel um Corona, ein bisschen um Technologie und ein bisschen mehr um Jens Spahn.

Corona-Warn-App, aber in relevant.
Update der Corona-Warn-App: Anonym einchecken per QR-Code | tagesschau.de
Von Beginn an hat die Corona App nicht viel Liebe erhalten. Dabei waren wir eines der ersten Länder, die die bereitgestellte Infrastruktur von Apple und Google genutzt haben, um theoretisch ein flächendeckendes Frühwarnsystem für Einzelpersonen zu ermöglichen. Nach ein bisschen Nerven von allen relevanten Sicherheitsexperten ist es nun sogar auch noch verträglich mit Datenschutz und öffentlichen Interesse.
Jedoch war auch schnell klar, dass die App starke Limitierungen hat bei vor allem älteren Leuten und Menschen, die einfach kein Smartphone besitzen möchten. Außerdem schienen immer wieder Gesundheitsämter Probleme zu haben, Fälle zu melden und auch allgemein schien die App eher ein nettes Gadget als irgendwie effektiv zu sein.
Viele werden es nicht wissen, da auch ich die App irgendwann nur noch monatlich aufgemacht habe, aber die Entwickelnden standen nicht still, sondern haben immer weiter am Code geschraubt. Erst kam ein Kontakttagebuch, dann ein paar Statistiken und jetzt endlich das Check-in System, welches von vielen schon seit Monaten gefordert wird und schon durch die ominöse App Luca realisiert wurde. Nur auch hier gilt wieder, dass im Gegensatz zu Luca, der Code der Corona-Warn-App komplett einsehbar für alle ist und die eigenen Daten immer auf dem eigenen Gerät bleiben. Im Endeffekt ist dies also nur ein Aufruf der App eine zweite Chance geben. Pretty Please! Ich würde so gerne mal wieder ein Konzert sehen!
I ain't sayin' they a gold digger
Geschäfte machen mit der Pandemie: Die Verschwörungsindustrie - taz.de
Ich habe das Gefühl, dass wir sehr lange Corona in diesem Newsletter verdrängt haben, darum einfach noch einen Artikel hinterher. In den letzten Monaten hat sich eine relativ große Industrie um durch die Pandemie bedingte und verstärkte Ängste gebildet. Im Dezember hatte Böhmermann die Masche eigentlich schon für Michael Ballweg durch dekliniert, aber es zeigt sich, dass da noch ein bisschen mehr Geld drin steckt. Die TAZ gibt einen aktuellen Überblick über all die Weltuntergangsszenarien und deren angeblichen Lösungen, die man durch einen kleinen Obolus erwerben kann.
Die Taktik wurde dabei sehr passend durch Michael Blume zusammengefasst:
Misstraut den anderen, der Elite, dem System. Vertraut stattdessen mir, und gebt mir euer Geld.
Immer auf das Taschengeld achten, Kinder!
Keine Ruh' für CDU
Wie Gesundheitsminister Jens Spahn mit Politik Millionen machte
Wir hatten den Spaß eigentlich schon vor zwei Wochen, aber irgendwie ist mir das Thema gerade etwas zu wichtig, um nicht weiter dran zu bleiben. Die Vorwürfe gegen die Union ergeben mittlerweile eine echt lange Liste. Während jedoch einige der Abgeordneten langsam in Erklärungsnot über fünfstellige Kontostände gelangen, waren es bisher immer doch “nur” einfache Abgeordnete, die dieses Jahr etwas mehr Aufmerksamkeit von der Staatsanwaltschaft bekommen haben.
T-Online.de (die seit Jahren schon nicht mehr zur Telekom gehören und nur noch die Marke wegen der Bekanntheit nutzen) hat mal einen tieferen Blick in die Geschäfte von Jens Spahn geworfen, der offensichtlich immer auch parallel zu seiner politischen auch die finanzielle Karriere geplant hat. Alles scheint irgendwie im legalen Bereich, aber ein leichtes Magengrummeln bleibt doch nach dem Lesen des Artikels. Für jemanden, der mal Kanzler werden möchte, sind es gerade solche Recherchen, die Träume platzen lassen.
Und sonst so ...
Nicht wirklich neu, aber immer wieder gut für eine Überschrift: Plastik im Grundwasser sorgt für verkümmerte Geburten.
Irgendwas mit Rap, Urheberrecht und echtem menschlichen Blut in einem Schuh. Ich bin mir selber nicht ganz sicher, was hier los ist, aber es ist auf jeden Fall interessant.
Anscheinend ist alles, was der westlichen Welt noch gefehlt hat, eine biblische Plage.
Ein Corona-Beschluss-Generator, der eine stringentere Strategie zu haben scheint als viele Landesregierungen.
Bitcoin ist zwar immer noch ein unangenehmes Party-Gesprächsthema, aber auch einer der günstigsten Wege für Menschen Geld nach Hause zu schicken.
Song der Woche
Marteria - Niemand bringt Marten um (Official Video)
Marteria - Niemand bringt Marten um (Official Video)
Ich bin eigentlich wirklich kein großer Freund von Marteria, aber der Song hat mich gekriegt.

Bussi
Marcel
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Marcel Schneuer

Wöchentliche Briefe an meinen Mitbewohner mit Interessantem aus Politik, Technologie und Kultur.

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